Rechtsanwalt Schlund - Steuerberatung und Rechtsberatung München
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Aktuelles aus der Steuerberatung

Aktuelle Nachrichten aus dem Steuerrecht und das Neueste von Rechtsprechung und Finanzverwaltung

Der Beitrag gibt einen kurzen Überblick über Neues aus dem Steuerrecht, Äußerungen der Finanzverwaltung und für Sie wichtige Urteile - von Albert Schlund, Ihr Rechtsanwalt für Steuerberatung und Rechtsberatung in München

Wichtige Urteile

BFH

Der BFH (Urteil vom 13.3.2018 - IX R 41/17) hat entschieden, dass unvermutete Aufwendungen für Renovierungsmaßnahmen, die nur dazu dienen, Schäden zu beseitigen, die aufgrund eines langjährigen vertragsgemäßen Gebrauchs der Mietsache durch den Nutzungsberechtigten entstanden sind, unter den weiteren Voraussetzungen des § 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG zu anschaffungsnahen Herstellungskosten führen. Dies gilt auch für die Behebung von verdeckten Mängeln, die dem Steuerpflichtigen bei der Anschaffung verborgen geblieben sind, damals aber schon vorhanden waren. Hinweis: In der Praxis ist darauf zu achten, dass die in der Norm genannte 15 %-Schwelle in den ersten drei Jahren nach Anschaffung des Gebäudes nicht überstiegen wird.

Mit Urteil vom 18.4.2016 (BFH I R 2/16) klärt der BFH die Frage, ob eine Einkünfteerzielungsabsicht bei von vornherein geplanter Übertragung einer Einkunftsquelle auf einen Rechtsnachfolger vorliegen kann. Er verneint dies und führt aus, dass sich die Überschussprognose nach dem Grundsatz der Individualbesteuerung auch bei unentgeltlicher Übertragung der Einkunftsquelle grundsätzlich an der Nutzung des Vermögensgegenstandes durch den Steuerpflichtigen zu orientieren hat. Hinweis: Dies ist bei Übertragungen zukünftig zu berücksichtigen.  

BMF

Das BMF hat mit Schreiben vom 18.7.2018 sein Schreiben vom 5.2.2018 (BStBl. I 2018, 289) geändert. Dabei handelt es sich um Mitteilungspflichten bei Auslandsbeziehungen nach § 138 Abs. 2 AO und § 138b AO. Derzeit sind alles Beteiligungen an ausländischen Kapitalgesellschaften bei der Ermittlung der 150.000 EUR-Grenze einzubeziehen. Das BMF ergänzt nun die Erläuterungen zur Ermittlung der Anschaffungskostengrenze. und nimmt eine Ausnahmeregelung auf, nach der eine Erwerb oder die Veräußerung von börsennotierten Beteiligungen an einer Gesellschaft von weniger als 1 % nicht mit geteilt werden muss, wenn mit den Aktien der ausländischen Gesellschaft ein wesentlicher und regelmäßiger Handel an bestimmten Börsen stattfindet.

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